Logo Going Global
Illustration

Guten Tag, wir begrüßen Sie bei Going Global

Willkommen bei Going Global

Abenteuer Auslandseinsatz

crossover, das Magazin der Hochschule Fulda
Autorin: Bettina Mangold




Beruflich ins Ausland zu gehen und nach einigen Jahren in den deutschen Arbeitsalltag zurückzukehren, ist für viele Betroffene eine Herausforderung. Inwieweit ein spezielles Online-Angebot hier unterstützen kann, hat Kerstin Lindner untersucht.


Wer zum Arbeiten ins Ausland geht, rechnet mit einem möglichen Kulturschock: Nicht nur Sitten, Gebräuche und Sprache sind fremd, auch der Arbeitsplatz unterliegt häufig anderen Strukturen als zu Hause. In größeren Unternehmen werden die Mitarbeiter zwar  in der Regel auf einen Auslandseinsatz vorbereitet, doch mit privaten Problemen müssen Expariates oft alleine fertig werden. Gelingt es nicht, die beruflichen und persönlichen Herausforderungen in einem fremden Land zu meistern, kann es zum Abbruch des Auslandseinsatzes kommen. Eine weitere, oft unterschätzte Schwierigkeit ist die Wiedereingliederung in den deutschen (Arbeits-) Alltag  nach der Rückkehr in die Heimat.

Auch die Familie ist betroffen Zum Seitenanfang

"Manche Leute kündigen sogar, wenn sie aus dem Ausland zurückkommen", sagt Kerstin Lindner. Die BASIB-Absolventin (Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen) machte während des Studiums ein Praktikum bei Going Global, einer Online-Beratung für Auslandsentsandte. Über die Betreuung von Expatriates mit Hilfe eines Online-Unterstützungsangebots schrieb die 26-Jährige außerdem ihre Bachelor-Abschlussarbeit. Sie stellte bei ihren Recherchen fest, dass die Auswirkungen eines Auslandseinsatzes nicht nur den Mitarbeiter, sondern auch seine Familie betreffen und die auftretenden persönlichen Probleme sich negativ auf die Arbeitsleistung des Einzelnen auswirken können.

Zwar sei in der Literatur zum Thema theoretisch klar, dass der Erfolg eines Auslandseinsatzes stark vom Wohlbefinden des Entsandten abhinge, in der Praxis stellte Lindner aber einen Mangel an konzeptionellen und integrativen Ideen zur Lösung der Probleme fest. Die von ihr interviewten Expatriates hatten unterschiedliche Schwierigkeiten bei ihrer Ankunft im Ausland, die von den Unternehmen im Heimatland nicht vorhersehbar waren. Mal klappte die Unterstützung am neuen Wohnort bei der Suche nach einem geeigneten Haus und einer passenden Schule für die mitgereisten Kinder durch den beauftragten Relocator nicht zufriedenstellend, mal ergaben sich aufgrund der leitenden Position einer Fachkraft keine sozialen Kontakte.

Die Lücken in der Betreuung nach der Vorbereitung im Stammhaus, während der Unterstützung durch die ausländische Zweigstelle und nach der Rückkehr in die Heimat könnten von einem Online-Angebot geschlossen werden, stellte Lindner fest Beispielsweise durch ein firmeninernes Internetportal, das die Auslandserfahrungen und nützlichen Tipps bereits zurückgekehrter Expatriates sammelt und zum Austausch anbietet oder durch ein externes Online-Angebot wie Going Global, das einen umfangreichen Betreuungs-Service für Expatriates aller Branchen anbietet. Hierbei können die Nutzer über ein Passwort eine Internetplattform nutzen, die Informationen aller Art, ein Forum für Erfahrungsaustausch unter Expats und einen Expertenrat von Sachkundigen wie Ärzten, Psychologen und Pädagogen anbietet.

Unterstützung durch Online-Beratung Zum Seitenanfang

Der Vorteil eines externen Anbieters wie Going Global liegt für Lindner in seiner Zwischenposition:  Er arbeitet unabhängig vom Arbeitgeber und absolut vertraulich für den Expat auf der einen Seite und für das Unternehmen auf der anderen Seite, indem er es in der Betreuung entlastet und den Erfolg eines Auslandseinsatzes fördert. Eine externe Online-Untertsützung befürworteten auch die von Lindner befragten Expatriates: Persönliche Fragen und Probleme sollten ihrer Meinung nach nicht im Mittelpunkt des Kontakts zwischen Expats und Arbeitgeber stehen. Gerade im privaten Bereich könnte also ein externes Online-Angebot wertvolle Unterstützung bieten und zum Gelingen eines Auslandseinsatzes beitragen. Allerdings sei die Funktion des Online-Angebots immer abhängig von der Aktivität des Nutzers, stellte Lindner in ihrer Evaluationsstudie fest, und Online-Kontakte können persönliche Kontakte auch nicht ersetzen.


Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus crossover, Heft 1/2010.
http://www.hs-fulda.de/index.php?id=9297&L=0
Zugang zum
Sie haben Ihr