Lufthansa Exclusive, 07/2006, Autor: Günter Heismann
Wer von seinem Unternehmen ins Ausland geschickt wird, darf bei der Rückkehr kein gemachtes Nest erwarten. Profis sorgen selbst für eine weiche Landung in der Heimat.
... Wer Enttäuschungen nach der Rückkehr vermeiden will, tut gut daran, sich rechtzeitig nach einem neuen Job im Mutterhaus umzusehen. "Expatriates sollten bereits ein Jahr vor dr Rückkehr das gespräch mit der Personalstelle und der Fachabteilung suchen", empfiehlt die Unternehmensberaterin Brigitte Hild, die mit ihrem Team "Going Global" für Firmen wie BASF arbeitet. Viele Großunternehmen stellen den Expatriates schon vor der Entsendung Mentoren zur Seite, die sie während des gesamten Auslandsaufenthalts betreuen und die auch dafür verantwortlich sind, dass sie daheim einen passenden Job finden.
... Wo Arbeitgeber von sich aus keine Betreuer bereitstellen, sollten Expatriates auf eigene Faust einen Ansprechpartner in der Firma suchen, empfiehlt Beraterin Hild.
... Größtes Problem einer Auslandsentsendung ist meist, eine Beschäftigung für den Ehepartner zu finden. Bosch versucht nach Möglichkeit, in der Landesgesellschaft oder bei einem befreundeten Unternehmen einen Arbeitsplatz für den Partner zu finden. Das aber ist längst nicht immer von Erfolg gekrönt. "Dann stellt sich in der Beziehung leicht wieder die klassische Rollenverteilung ein", sagt Expertin Hild. Man müsse die Situation vor der Entsendung offen mit dem Partner besprechen. ...
Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Lufthansa Exclusive 7/2006